Sehtest beim Optiker – oder doch lieber beim Augenarzt?

Jahrelang dieselbe Brille zu tragen, ist nicht immer eine kluge Wahl. Oftmals bemerken sparsame Brillenträger zu spät, dass sich die Sehstärke verändert hat. Zu bedenken ist auch, dass viele Menschen sich keine neue Brille mehr leisten können. Sie tragen ihre alten Brillen trotz unzureichender Sehstärke oft länger, als gut ist. Gut sehen zu können, ist aber essenziell. Daher sollte alle zwei Jahre ein Sehtest vorgenommen werden. Sollten Sie lieber zum Optiker gehen oder Augenarzt?

Die Regel lautet: Wenn Sie Probleme mit Ihrer Sehstärke in Ihrer Brille oder Kontaktlinsen haben. Wenn Sie unter Kopfschmerzen leiden oder verschwommen sehen, sollten Sie so schnell wie möglich einen Sehtest machen. Routinemässig sollten Sie alle 2 Jahre einen Sehtest absolvieren.

Optiker vs. Augenarzt Sehtest

Wer macht den besseren Sehtest?

Wenn sich bei einem Brillenträger die Frage stellt, ob er lieber zum Augenarzt oder zum Optiker geht, um seine Sehstärke überprüfen zu lassen, bestehen viele Vorurteile gegenüber einer Sehprüfung beim Augenoptiker. Viele Menschen meinen, der Augenarzt sei der genauere von beiden. Das ist jedoch nicht unbedingt richtig. Schauen Sie sich nur einmal die Wartezimmer ihres Augenarztes an. Sitzen dort stets viele Wartende, bleibt vermutlich nicht viel Zeit für den Sehtest.

Die fachliche Kompetenz eines Augenoptikers ist ebenso hoch. Oft nimmt er sich mehr Zeit für seine Kunden, was besonders bei Gleitsichtbrillen wichtig ist. Sein Geschäft unterliegt nicht der Budgetierung, denen eine Augenarztpraxis unterliegt. Ein Augenoptiker sieht somit auch nicht die Notwendigkeit, so-und-so-viele Kunden je Stunde durchzuschleusen.

Ihre Brille beschlägt beim Tragen einer Gesichtsmaske – Kein Problem, unsere Optiker-Experten haben verschiedene Antibeschlag-Mittel für Sie getestet.

Zum Test inkl. Testsieger

Gute Beratung beim Augenoptiker dient der Kundenbindung. Generell sollten alle Brillenträger annehmen, dass der Augenoptiker die Sehstärke mindestens gleichwertig gut ausmisst. Laut unserer Erfahrung sind die Messungen beim Optiker genauer als beim Augenarzt.

Sehtest Ablauf

Beim Augenarzt wird die Sehstärke zunächst mit einem Phoropter untersucht. Diese Gerät bestimmt einen Wert, der „subjektive Refraktion“ genannt wird. Ohne diesen Wert sind Brillengläser nicht korrekt genug anzupassen. Die ermittelten Phoropter-Werte (in Dioptrien) geben dem Augenarzt einen Anhaltspunkt für die Präzisionsmessung.

Die Messung mit dem Phoropter ist nur eine Indikation Ihrer Sehstärke. Nur mit einer richtigen Messung mit Messbrille kann Ihre Sehstärke exakt vermessen werden. Oft macht der Augenarzt aber nur eine Phoropter-Messung.

Dazu bekommt der Patient eine Messbrille aufgesetzt. In diese werden Gläser mit unterschiedlichen Stärken eingefügt. Der Patient muss auf eine an der Wand hängende Buchstaben- oder Zahlenreihe sehen. Er soll dem Augenarzt sagen, wann die Buchstaben schärfer oder unschärfer, größer oder kleiner sind. Das Feedback des Patienten ist wichtig, um die Brillengläser richtig zu bemessen. Im Idealfall erweist sich die angepasste Brille als ein wahrer Segen.

Auch mit einem sogenannten Tracer kann die Sehstärke einer neuen Brille definiert werden. Es handelt sich dabei um ein spezielles Abtastgerät, mit dem Glasrohlinge ausgemessen werden. Sie sollen schließlich später in die ausgesuchte Brille passen. Der Tracer kommt aus Zeitmangel beim Augenarzt eher selten zum Einsatz. Das kann sich in Bezug auf die Präzision der Brillengläser aber durchaus als nachteilig erweisen. In manchen Fällen kommt es deswegen zu einer nicht hundertprozentig genauen Messung.

Dieses Manko muss vom Brillenträger nicht unbedingt bemerkt werden. Vielleicht ermüden die Augen etwas schneller, oder er hat öfter mal Kopfschmerzen wegen angestrengter Augen.

Die leidige Kostenfrage beim Sehtest – eine gute Entscheidungsgrundlage?

Beim Augenarzt werden die Kosten für den Sehtest grundsätzlich von der Krankenkasse übernommen. Viele Augenoptiker-Ketten bieten den Sehtest ebenfalls ohne Kostenbeteiligung an. Es ist aber möglich, dass ein kleinerer Optiker jenseits der City einen geringen Beitrag dafür berechnet. Dieser ist es allemal wert, denn die kleinen Optiker ringen wegen der großen Billiganbieter um das Überleben. Sie nehmen sich daher sehr viel Zeit für ihre Kunden.

Die Kosten für einen normalen Sehtest können bei 10-25 Euro liegen. Für eine Gleitsichtbrille liegen diese bei 10-50 Euro.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Befragung, die unter 209 Augenarztpraxen in mehreren Bundesländern durchgeführt wurde. Bei telefonischen Nachfragen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Berlin wurde ermittelt, dass fast die Hälfte der befragten Praxen den Sehtest als Extraleistung in Rechnung stellt. Manchmal wird nur der Sehtest selbst berechnet, in anderen Fällen nur die Herausgabe der Protokolle. In einigen Fällen wurde beides berechnet. Erklärt wurde das mit der Behauptung, die Krankenkassen übernähmen diese Sehtest Kosten nicht mehr.

Was macht der Augenarzt bezüglich Sehtest?

Das Verhalten dieser Arztpraxen ist umso interessanter, weil der obligatorische Sehtest tatsächlich – und auch weiterhin – eine Kassenleistung ist. Der Patient muss außerdem ein Sehstärkenprotokoll erhalten. Wenn dafür in einer Arztpraxis Kosten von durchschnittlich 12 Euro veranschlagt werden, besteht kein Unterschied mehr zu einem kleinen Augenoptiker.

Jeder Erwachsene hat demnach bei gesetzlichen Krankenkassen Anspruch auf eine regelmäßige Untersuchung der Sehstärke durch den Augenarzt – und das nicht nur bei Vorliegen von Diabetes, oder einer Augenerkrankung wie dem grauen Star.

Fazit: Sehtest jetzt beim Optiker oder Augenarzt erledigen lassen

Der Brillenkunde entscheidet sich vermutlich gewohnheitsmäßig oder situationsbedingt mal so, mal so. Keine der möglichen Entscheidungen ist als falsch zu bezeichnen. Wer ohnehin regelmäßig zum Augenarzt geht, kann seine neue Brille ohne Probleme in der Augenarzt-Praxis anpassen lassen. Der Augenarzt hat in der Regel viel Erfahrung. Er macht beim Ausmessen meist keine gravierenden Fehler.

  • Achten Sie darauf, das Sie nicht nur einen Phoropter-Test machen. Der Augenarzt sollte ebenfalls mit der Messbrille Ihre Sehstärke diagnostizieren.

Möglicherweise gehört die Augenarztpraxis aber zu jenen, die die Kosten mit falschen Prämissen als Extrakosten abrechnen, und vom Patienten bezahlen lassen. Ob der Sehtest dann auch noch bei der Krankenkasse in Rechnung gestellt wird, wäre zu überprüfen. Bei der Hälfte der Augenarztpraxen ist damit kein Unterschied zu kleineren Optikern gegeben, die die Kosten für den Sehtest berechnen müssen. Die andere Hälfte der Augenarztpraxen hält es wie die großen Optiker-Ketten: Sie berechnet für diese (Kassen)-Leistung nichts.

Optiker nimmt sich in der Regel mehr Zeit

Wer eine defekte oder an den Bügeln ausgeleiert wirkende Brille hat, sollte vor dem Kauf einer neuen Sehhilfe sicherheitshalber vom Augenarzt, oder vom Optiker austesten lassen, ob sich die Sehstärke geändert hat. Gleiches gilt für die Anschaffung einer Zweitbrille. Auch vor dem Kauf einer neuen Sonnenbrille mit eingeschliffenen Gläsern in der nötigen Sehstärke sollte ein Sehtest gemacht werden. Der Kauf einer neuen Brille kostet immerhin einiges. Es sollte daher sichergestellt werden, dass die ausgemessene Sehstärke mindestens einen zwei Jahre währenden Bestand hat.

An der Kostenfrage sollte ein Brillenkauf mit vorherigem Kontrollieren der Sehstärke jedenfalls nicht scheitern. Falls bei einem kleinen lokalen Augenoptiker oder in einer Augenarztpraxis geringe Kosten für einen Sehtest anfallen, sind diese als Gegenleistung für ausführliche Beratung, sorgfältiges Messen, kostenfreies Anpassen und eventuell anfallende kleine Reparaturen ohne Kostenbeteiligung angemessen. Gute Arbeit sollte so oder so angemessen entlohnt werden. Nur nicht doppelt!

Wer im Alltag eine Brille trägt, kennt das Problem beschlagener Gläser nur zu gut und gerade in der kalten Jahreszeit ist eine beschlagene Brille ein häufiges Problem. Durch den schnellen Wechsel von warmen und kalten Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und aktuell auch durch das Tragen von Gesichtsmasken beschlagen Brillengläser in schöner Regelmäßigkeit.

Um das Beschlagen der Brillengläser zu verhindern, bietet der Markt eine ganze Fülle von Mitteln und Tricks. Relativ neu am Markt sind so genannte Antibeschlagstücher.

Das Antibeschlagtuch besteht auf Basis von Microfaserstoffen die, die Brillengläser nicht nur reinigen, sondern auch vor dem Beschlagen schützen. Dabei wird ein bestimmtes Molekül auf die Oberfläche der Brillengläser aufgetragen, die als Schutzfilm fungiert.

Antibeschlagstuch Testsieger 2021:

Wir haben eine große Anzahl (23 Anbieter) von erhältlichen Antibeschlagtüchern getestet. Hier kommt die TOP3 in Deutschland.

  • Platz 1: BIOBAUM Antibeschlagtuch
  • Platz 2: Polyclean Antibeschlag Microfasertuch
  • Platz 3: Optik Deluxe Antibeschlagtuch

Platz 1: BIOBAUM Antibeschlagtuch (im Doppelpack)

BIOBAUM: Antibeschlagstuch (2x Tücher Vorteilspack)

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Unser Testsieger von BIOBAUM besticht durch eine lange Wirkdauer und eine gute Wirksamkeit. Nach kurzem Polieren der gereinigten Brille mit dem Antibeschlagtuch hat sich der Wirkstoff auf den Gläsern angereichert und führt zu einem so genannten Lotuseffekt – die feinen Wassertropfen von kondensiertem Wasser können sich nicht mehr an der Oberfläche festsetzen und die Brille wird vor dem Beschlagen geschützt. Die Tücher lassen sich bis zu 600-700 mal wiederverwenden und halten ihre Wirkung für bis zu 4-6 Stunden – einsame Spitze!

  • + sehr gute Wirksamkeit
  • + häufig wiederverwendbar (1000-mal laut Verpackung – im Test sollte es ab 600-700 mal ausgetauscht werden)
  • + sehr lang anhaltender Schutz (bis zu 72 Stunden – Schutz nimmt erst ab wenn die Gläser gereinigt werden oder mit Wasser in Kontakt kommen)
  • + praktischer Verschlussbeutel wird mitgeliefert
  • + die kleine Form bietet eine optimale Lagerung
  • + Sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis im Doppelpack mit ca. 14-15 Euro für 2 Tücher (bei stationären Optikern liegt der Preis oft über 23 – 30€)
  • – Verpackungsanleitung ist auf Englisch – Wir haben aber die Anleitung auf Deutsch für Sie übersetzt. Dazu helfen Bilder bei der Anleitung.

Platz 2: Polyclean Antibeschlag Microfasertuch

Das Antibeschlagtuch von Polyclean verfügt über eine sehr wirksame Zusammensetzung und kann Brillengläser, Objektive und Visiere sicher und nachhaltig vor dem Beschlagen schützen.
Die Zusammensetzung des Tuchs aus Polyester und Polyamid macht es sehr langlebig und behandelt Brillengläser sehr schonend. Der Antibeschlageffekt hält, je nach Umgebung, für 4-8 Stunden. Das Tuch ist ca. 200-mal wiederverwertbar und wird im praktischen Doppelpack und inklusive Aufbewahrungsfolie geliefert.

  • + gute Wirksamkeit
  • + häufig wiederverwendbar (200-mal)
  • + lang anhaltender Schutz (4-8 Stunden)
  • + mit ca. 23 Euro / 2 Tücher durchschnittlicher Preis
  • – Brille muss mindestens 10 Sekunden mit dem Tuch behandelt werden

Platz 3: Optik Deluxe Antibeschlagtuch

Der Drittplatzierte in unserem Test kommt von Optik Deluxe und bietet einen guten Antibeschlageffekt, der auf dem Prinzip des Lotuseffekts basiert. Die mit einem Wirkstoff versehenen Tücher legen eine Schutzschicht über die Brillengläser, um die Oberfläche zu versiegeln. Die glatte Oberfläche bietet auch feinsten Wassertropfen keine Möglichkeit mehr, sich festzusetzen und die Gläser bleiben klar.
Die Tücher werden im praktischen Doppelpack geliefert und halten für jeweils bis zu 50 Anwendungen. Die Wirkdauer der Tücher ist stark von den äußeren Einflüssen abhängig – 4-10 Stunden sollte der Effekt jedoch andauern!

  • + gute Wirksamkeit
  • + mehrfach wiederverwendbar (50-mal)
  • + praktischer Verschlussbeutel wird mitgeliefert
  • + mit 19 Euro / 2 Tücher günstig
  • – Wirkdauer stark von äußeren Einflüssen abhängig
  • – Microfasertuch wirkt nicht sehr widerstandsfähig

Anwendung eines Antibeschlagtuchs – vier Schritte für freien Durchblick!

Antibeschlagtücher sind so erfolgreich, weil sie besonders einfach und komfortabel angewendet werden können. Bei korrekter Anwendung können mit einem einzigen Tuch bis zu 600-700 Reinigungsvorgänge durchgeführt werden. Es kommt jedoch immer auf die genaue Benutzung an. Um perfekte Ergebnisse mit den Antibeschlagtüchern zu erzielen, empfehlen wir die folgende Herangehensweise:

  1. Brille reinigen und sehr gut trocknen!
  2. Brillengestell fassen und die Oberfläche der Gläser von beiden Seiten mit dem Tuch abreiben
  3. Antibeschlagtuch vorsichtig, staubsicher und trocken aufbewahren
  4. Brille aufsetzen, ohne die Gläser zu berühren und den neuen Durchblick genießen!

Besonders wichtig ist, dass die Antibeschlagtücher nicht mit Reinigern oder Flüssigkeiten verwendet werden. Sollte die Brille bzw. die Gläser dreckig sein, müssen die Verunreinigungen vorher entfernt werden und alle Rückstände von Wasser oder Reinigern entfernt werden. Ansonsten drohen die Rückstände die Funktionsweise der Tücher zu stören!

Wie haben wir die Antibeschlagtücher getestet?

Wie bei allen Produkttests, die wir auf unserer Seite vorstellen, haben wir uns zunächst die Testkategorien zurechtgelegt. Im Falle der Antibeschlagtücher sind das die Wirksamkeit, die maximale Anwendungshäufigkeit, die Anwendungsdauer und der Preis der Tücher. Unsere Tests basieren dabei auf persönlicher Erfahrung von Optikern und Brillenträgern.

Außerdem haben wir darauf geachtet, dass alle von uns getesteten Produkte problemlos durch deutsche Anbieter innerhalb einer kurzen Versanddauer versendet werden.

Wie lange hält die Antibeschlagwirkung?

Je nach Hersteller werden bei den Antibeschlagtüchern unterschiedliche Wirkungsdauern (der Testsieger bis zu 72 Stunden) angegeben. Durch die diversen Zusammensetzungen der Wirkstoffe lässt sich bei den Antibeschlagwirkungen keine allgemeingültige Haltbarkeit angeben.

Schau man auf die Wirkungsweise lassen sich aber ungefähre Anhaltspunkte geben:

Brillengläser (und alle anderen Gläser und Visiere) beschlagen, wenn sich feinste Wasser- oder Flüssigkeitstropfen auf der Oberfläche der Gläser festsetzen können. Diese kleinen und sehr leichten Tropfen können sich an den winzigsten Unebenheiten „festkrallen“ und so die Brille beschlagen lassen.

Wer also auf eine möglichst glatte (d.h. auch saubere) Oberfläche setzt, kann die beste Wirkung erzielen. Viele Antibeschlagtücher können bei idealen Bedingungen über 10 Stunden vor dem Beschlagen schützen

Tipp: Nach der nächsten Reinigung der Brille muss das Tuch erneut angewendet werden!

Wie funktionieren Antibeschlagtücher?

Brillenträger mit Antibeschlagtuch

Wenn Sie ein Antibeschlagtuch nutzen, haben Sie keine Problem mit Maske und beschlagenen Brillengläsern

Antibeschlagtücher sind in der Regel aus einem Microfaserstoffe hergestellt und mit einer Lösung oder einem anderen chemischen Mittel behandelt. Wie bereits dargestellt, beschlagen Brillengläser und andere Glasoberflächen, wenn sich feine Flüssigkeitspartikel aus der Luft an der Oberfläche der Brille festhalten können. Dies geschieht hauptsächlich in feinsten Unebenheiten und Microkratzern auf der Oberfläche der Brille (Lesen Sie auch: Was tun bei zerkratzten Brillengläsern?). Auch feiner Staub kann Feuchtigkeit anziehen.

  • Beim Wechsel von einer kalten Umgebung in einen warmen Raum kondensiert Wasser an der kalten Oberfläche der Brille – befinden sich hier Unebenheiten, beschlägt die Brille! Das gleiche gilt bei Gesichtsmasken. Der Atem ist wärmer als die Lufttemperatur

Die Antibeschlagtücher verhindern das Beschlagen der Brille, indem sie die Oberfläche des Glases mit einer mikrofeinen Schutzschicht (Molekular-Technologie) überziehen. Diese Schicht ist so glatt, dass Wassertropfen sich nicht an der Oberfläche festsetzen können – die Brille beschlägt nicht!

Wie oft muss das Antibeschlagtuch neu gekauft werden?

Antibeschlagtücher sind mehrfach wiederverwertbar und wirken so lange, bis das aufgebrachte Wirkstoffkombinat aufgebraucht wurde. Je nach Hersteller variieren die Angaben der maximalen Anwendungen.

  • In der Regel können die Tücher 500-1000 mal wiederverwendet werden.

Geht man davon aus, dass die Wirkung des Tuchs etwa 4-6 Stunden lang anhält, ist ein einziges Tuch im Prinzip ausreichend, um den gesamten Winter hindurch für klare Sicht zu sorgen. Wir empfehlen trotzdem, etwas häufiger zu wechseln, um den maximalen Effekt zu erhalten. Ein Tuch für ein bis zwei Monate zu verwenden, ist grundsätzlich kein Problem!

Antibeschlagtuch vs. Antibeschlag Spray – Vor- & Nachteile

Neben den Antibeschlagtüchern gibt es auch viele Antibeschlagsprays am Markt. Beide Formen der Behandlung haben ihre Vor- und Nachteile.

Antibeschlagtuch Vorteile & Nachteile:

  • + schnell und einfach anwendbar
  • + kann durch Beutel geschützt im Brillenetui aufbewahrt werden
  • + häufig wiederverwertbar
  • + keine zusätzlichen Hilfsmittel notwendig
  • + trocken Anwendung
  • – Brille muss vorher gereinigt werden
  • – nach der Reinigung muss das Mittel erneuert werden
  • – muss nach einiger Zeit komplett erneuert werden

Antibeschlagspray Vorteile & Nachteile

  • + schnell und einfach anwendbar
  • + gründliche Reinigung der Brille
  • + auch bei schmutziger Brille anwendbar
  • + preisgünstig
  • – nur in Kombination mit guten Reinigungstüchern zu nutzen
  • – zusätzliches Fläschchen muss mitgetragen werden
  • – feuchte Reinigung nicht immer möglich

Beide Produkte bieten also Vor- und Nachteile. Welches Mittel die bessere Wirkung erzielt und welche Anwendungsform bevorzugt wird, liegt auch immer im persönlichen Geschmack des Nutzers!

Lesen Sie auch: Unsere Meisteroptiker haben die besten Brillenputztücher getestet.

Zum DeutscheOptiker.de Test

Wie bewahrt man das Antibeschlagtuch auf?

Um das Antibeschlagtuch vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit zu schützen, sollte man es nicht einfach in eine Tasche oder das Brillenetui legen. Um die Funktionalität des Tuchs möglichst lange aufrecht zu erhalten, liefern die meisten Hersteller ihre Tücher mit einem praktischen Ziplock-Beutel oder einer ähnlichen, staub- und feuchtigkeitssicheren Verpackung. So wird die Haltbarkeit der Tücher verlängert und das Mittel vor Verunreinigungen geschützt.

Warum beschlagen Brillengläser beim Tragen einer Gesichtsmaske?

Jeder Brillenträger kennt es inzwischen:

  • Man geht ins Freie, mit Gesichtsmaske natürlich, und steht sofort quasi blind da. Die Gläser sind beschlagen.

Das Problem erklärt sich durch einen physikalischen Effekt:

Die Aufnahmefähigkeit der Luft für Feuchtigkeit steigt mit der Temperatur. Das bedeutet: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit transportieren als kalte, bevor der Sättigungsgrad erreicht ist. Darum trocknet Wäsche ja auch besser, wenn sie in der Sonne auf der Terrasse steht als wenn es kühl ist. Wenn nun feuchte, warme Luft plötzlich abkühlt, kann sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten. Das Wasser kondensiert.

Das kennt man zum Beispiel von Fensterscheiben morgens, wenn die Nacht kühl war. Die Luft im Zimmer ist warm und hat einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt. Die Fensterscheibe wird von außen gekühlt. Die Luft direkt vor der Fensterscheibe kühlt also ab und kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten. Das enthaltene Wasser kondensiert in winzigen Tröpfchen an der Fensterscheibe. Die Fensterscheibe beschlägt.

Genau diesen Effekt beobachten wir nun, wenn Brillenträger einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Man mit beschlagener Brille one Antibeschlagtuch

Die Brille nimmt die Außentemperatur an, die bei herbstlichen Temperaturen deutlich niedriger als die Körpertemperatur von etwa 37 Grad liegt. Der feuchte, warme Atem entweicht nun nicht wie ohne Maske einfach nach vorne, sondern er wird durch die Maske nach oben geleitet. Dorthin, wo sich die Brille befindet. Die Atemluft kühlt ab, kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten, die sich dann an den kühlen Brillengläsern niederschlägt und den bekannten Beschlag bildet. Der Brillenträger steht im Nebel. Mit dem Testsieger bei Antibeschlagtüchern von Anti-Cloth (Weiterleitung zum Produkt) können Sie dies dauerhaft verhindern.

Wie wirkt ein Antibeschlagtuch gegen das Beschlagen der Brille

Antibeschlagsprays oder Antibeschlagtücher gehen den dritten Weg. Sie verhindern, dass sich das Wasser an der Brille niederschlägt.

Die Wirkung der Antibeschlagsprays oder der Antibeschlagtücher beruht darauf, dass sie zum größten Teil aus Tensiden bestehen. Die Moleküle der Tenside bestehen aus einem hydrophoben (‚wasserabweisenden’) Kohlenstoffrest und einem hydrophilen (‚wasserliebenden’) Anteil.

Exkurs Tenside

Tenside werden zum Beispiel als Emulgatoren eingesetzt, wenn ölige Substanzen mit wässrigen Substanzen gemischt werden sollen, also eine Emulsion bilden sollen. Auf feste Oberflächen aufgebracht, senken sie die Grenzflächenspannung. Das bedeutet, dass Flüssigkeiten nicht haften, sondern abfließen.

Im Fall der Brillengläser bringt dies den erwünschten Effekt, dass die Brillengläser nicht mehr so leicht beschlagen.

  1. Das Antibeschlagtuch wird sorgfältig auf beiden Seiten des Brillenglases eingerieben.
  2. Es bildet sich ein dünner, schlierenfreier Film auf den Brillengläsern.
  3. Danach ist deren Grenzflächenspannung deutlich herabgesetzt. Die Kondenswassertröpfchen schlagen sich nicht mehr an den Brillengläsern nieder, die Brille bleibt frei.

Fazit: In der Corona-Zeit sollten Brillenträger auf ein Antibeschlagtuch nicht verzichten

Antibeschlagtücher sind sowohl für Kunststoffgläser als auch für Glasbrillengläser geeignet. Je nach Fabrikat hält die Wirkung des Sprays bis zu 72 Stunden an, wenn die Brille häufig geputzt wird kürzer. Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden und ist ungefährlich für Ihre Haut und Brillengläser.